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Die neuen Corona-Haustiere sorgen für Rekord bei der Hundesteuer

Die Zahl der Haustiere boomt in der Corona-Krise. Das macht sich jetzt auch bei der Hundesteuer bemerkbar. Die Einnahmen des Staates kletterten im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert.

Die Hundeliebe der Deutschen beschert den Kommunen auch in der Krise hohe Steuereinnahmen. 2020 stiegen die Einkünfte aus der Hundesteuer auf einen Rekordwert von 380,2 Millionen Euro, teilte das Statistische Bundesamt auf WELT AM SONNTAG-Anfrage mit. Das ist ein Anstieg um knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, als alle Halter zusammen 370 Millionen Euro an Steuern für ihre Hunde zahlten. Seit der Wiedervereinigung haben sich die Einnahmen aus dieser Steuer sogar verdreifacht, 1991 warf sie gerade einmal 123 Millionen Euro ab.

Die Hundesteuer ist damit eine der wenigen Steuerarten, die trotz Corona-Pandemie mehr Geld einbrachten. Wobei die Steigerung von nur drei Prozent die Frage aufwirft, ob jeder Hund dem Finanzamt tatsächlich gemeldet wird. Es gibt zwar keine offizielle Hundezählung, doch nach Schätzungen des Industrieverbandes Haustierbedarf ist die Zahl 2020 von 10,1 Millionen auf 10,7 Millionen gestiegen. Das ist ein Plus von sechs Prozent und doppelt so hoch wie der Steuerzuwachs.

Es wäre leichter zu erklären, wenn der Zuwachs der Steuereinnahmen über dem der Vierbeiner läge. Vielerorts steigt der zu zahlende Steuerbetrag je Hund mit der Anzahl der Hunde im Haushalt. In Berlin beispielsweise kostet der erste Hund 120 Euro, jeder weitere 180 Euro pro Jahr. In Düsseldorf fallen bei einem Hund im Haushalt 96 Euro an, bei zwei gehaltenen Hunden sind es je Hund 150 Euro. Womöglich zeigt sich die besonders in der Krise entdeckte Liebe zu einem Hund als treuem Begleiter auch erst in diesem Jahr. Denn wer sich erst im Sommer oder Herbst einen Hund anschaffte, musste nur anteilig Steuern zahlen.

Quelle: Welt

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